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Führungskräfteentwicklung im Unternehmen: Maßnahmen, Konzept und Umsetzung

Ein zweitägiges Führungsseminar buchen, Teilnehmer hinschicken und anschließend bessere Führung erwarten.

So einfach funktioniert Führungskräfteentwicklung meistens nicht.

Das bedeutet nicht, dass Seminare nutzlos sind. Sie können Wissen vermitteln, neue Perspektiven eröffnen, Werkzeuge trainieren und einen wichtigen Entwicklungsimpuls geben.

Die entscheidende Frage beginnt häufig erst danach:

Was passiert mit diesem Wissen im tatsächlichen Führungsalltag?

Denn dort trifft die Führungskraft nicht auf ein vorbereitetes Rollenspiel. Sie trifft auf reale Mitarbeiter, bestehende Konflikte, Zeitdruck, unterschiedliche Erwartungen und Situationen, für die es nicht immer eine eindeutige Musterlösung gibt.

Gute Führungskräfteentwicklung betrachtet deshalb nicht nur die Weiterbildung selbst. Sie verbindet Entwicklungsbedarf, passende Lernformate, Anwendung, Reflexion und – wo sinnvoll – Feedback aus dem tatsächlichen Arbeitsalltag.

Kurz gesagt: Führungskräfteentwicklung ist die gezielte Entwicklung von Wissen, Fähigkeiten und Führungsverhalten. Sinnvoll wird sie, wenn Unternehmen zuerst den tatsächlichen Entwicklungsbedarf klären und anschließend passende Maßnahmen wie Seminare, Coaching, Praxisreflexion oder Begleitung im Arbeitsalltag kombinieren.

Was ist Führungskräfteentwicklung?

Führungskräfteentwicklung umfasst Maßnahmen, mit denen Unternehmen Menschen auf Führungsverantwortung vorbereiten oder bereits aktive Führungskräfte weiterentwickeln.

Dabei kann es um sehr unterschiedliche Themen gehen:

  • Rollenverständnis,
  • Kommunikation,
  • Delegation,
  • Mitarbeitergespräche,
  • Motivation,
  • Konfliktmanagement,
  • Entscheidungsverhalten,
  • Selbstführung,
  • Zeitmanagement,
  • Feedback,
  • Veränderung,
  • Zusammenarbeit im Team.

Führungskräfteentwicklung ist deshalb kein einzelnes Seminar und auch kein bestimmtes Coaching-Modell.

Sie beschreibt zunächst den Entwicklungsprozess.

Welche Maßnahmen dafür sinnvoll sind, hängt davon ab, was eine Führungskraft bereits kann und was sie in ihrer konkreten Rolle benötigt.

Warum gute Fachkräfte nicht automatisch gute Führungskräfte sind

Viele Führungskräfte werden befördert, weil sie fachlich gute Arbeit leisten.

Das ist nachvollziehbar.

Mit der neuen Rolle verändern sich jedoch die Anforderungen.

Eine Fachkraft wird häufig für eigene Ergebnisse bewertet.

Eine Führungskraft muss zusätzlich Bedingungen schaffen, unter denen andere Menschen Ergebnisse erreichen können.

Plötzlich gehören Aufgaben dazu wie:

  • Erwartungen formulieren,
  • Verantwortung übertragen,
  • Entscheidungen treffen,
  • Feedback geben,
  • Konflikte bearbeiten,
  • Leistung ansprechen,
  • Mitarbeiter entwickeln.

Fachkompetenz bleibt wichtig.

Sie ersetzt aber keine Führungskompetenz.

Vom Mitarbeiter zur Führungskraft →

Wann brauchen Unternehmen Führungskräfteentwicklung?

Führungskräfteentwicklung sollte nicht erst beginnen, wenn ein Team bereits massive Probleme hat.

Typische Anlässe können sein:

  • Mitarbeiter werden erstmals Führungskraft,
  • ein Unternehmen wächst,
  • Führungsebenen verändern sich,
  • Verantwortlichkeiten werden neu verteilt,
  • Führungskräfte delegieren zu wenig,
  • Mitarbeitergespräche funktionieren nicht gut,
  • Konflikte werden vermieden oder eskalieren,
  • Führungskräfte verbringen zu viel Zeit im operativen Tagesgeschäft,
  • Veränderungen müssen geführt werden,
  • unterschiedliche Führungsstandards entstehen,
  • einzelne Führungskräfte benötigen gezielte Unterstützung.

Auch auffällige Fluktuation, Krankenstände oder Mitarbeiterfeedback können Anlass sein, Führung genauer zu untersuchen.

Sie beweisen allerdings nicht automatisch, dass Führung die Ursache ist.

Führungskräfteentwicklung sollte auf einem erkennbaren Entwicklungsbedarf beruhen – nicht auf der Annahme, dass jedes Unternehmensproblem ein Führungsproblem ist.

Der häufigste Fehler: Mit der Maßnahme beginnen

Unternehmen starten häufig mit der Frage:

Welches Seminar sollen unsere Führungskräfte besuchen?

Damit wird bereits eine Lösung gewählt, bevor das Problem sauber beschrieben wurde.

Sinnvoller ist die Reihenfolge:

  1. Welche Anforderungen stellt die Führungsrolle?
  2. Wo bestehen konkrete Schwierigkeiten?
  3. Welche Kompetenzen oder Verhaltensweisen sollen entwickelt werden?
  4. Welche Rahmenbedingungen erschweren Führung?
  5. Welche Maßnahme passt zu diesem Entwicklungsbedarf?

Erst danach sollte entschieden werden, ob ein Seminar, Coaching, Coachsulting oder eine Kombination sinnvoll ist.

Nicht zuerst das Format auswählen. Zuerst klären, was sich entwickeln soll.

Führungskräfteentwicklung in 6 Schritten

1. Anforderungen der Führungsrolle definieren

Eine Teamleitung mit sechs Mitarbeitern benötigt möglicherweise andere Fähigkeiten als eine Bereichsleitung mit mehreren Führungsebenen.

Deshalb sollte zuerst geklärt werden:

Welche Verantwortung trägt die Person? Welche Entscheidungen muss sie treffen? Welche Mitarbeiter führt sie? Welche typischen Situationen entstehen? Was erwartet das Unternehmen von dieser Rolle?

2. Entwicklungsbedarf analysieren

Anschließend wird betrachtet, wo die Führungskraft heute steht.

Mögliche Informationsquellen sind beispielsweise:

  • Gespräche mit der Führungskraft,
  • Einschätzung der nächsthöheren Führungsebene,
  • vorhandenes Mitarbeiterfeedback,
  • konkrete Problemsituationen,
  • Beobachtungen aus dem Führungsalltag,
  • bisherige Entwicklungsmaßnahmen.

Dabei sollte zwischen fehlendem Wissen und Schwierigkeiten bei der tatsächlichen Umsetzung unterschieden werden.

3. Entwicklungsziele konkretisieren

„Besser führen" ist kein besonders hilfreiches Entwicklungsziel.

Konkreter wäre beispielsweise:

  • Aufgaben mit klaren Erwartungen delegieren,
  • schwierige Mitarbeitergespräche früher führen,
  • Konflikte nicht dauerhaft vermeiden,
  • operative Aufgaben stärker abgeben,
  • Feedback konkreter formulieren.

Je konkreter das gewünschte Verhalten beschrieben wird, desto sinnvoller lassen sich Maßnahmen auswählen.

4. Passende Entwicklungsformate auswählen

Nicht jedes Ziel benötigt dasselbe Format.

Wissen kann in einem Seminar vermittelt werden.

Individuelle Situationen lassen sich im Coaching reflektieren.

Verhalten im tatsächlichen Arbeitskontext kann durch Beobachtung und Feedback betrachtet werden.

Ein längerfristiges Entwicklungsprogramm kann mehrere Formate verbinden.

5. Anwendung im Arbeitsalltag ermöglichen

Führung wird nicht im Seminar ausgeübt.

Deshalb sollte bereits vor einer Entwicklungsmaßnahme geklärt werden, wie das Gelernte anschließend angewendet werden kann.

Eine Führungskraft kann beispielsweise nach einem Delegationsmodul bewusst bestimmte Aufgaben neu übertragen und die Erfahrungen anschließend reflektieren.

6. Entwicklung überprüfen und nachsteuern

Nach einer Maßnahme sollte nicht nur gefragt werden: Hat das Seminar gefallen?

Relevanter ist:

  • Was wird tatsächlich anders gemacht?
  • Welche Situationen funktionieren besser?
  • Wo bestehen weiterhin Schwierigkeiten?
  • Welche Unterstützung wird noch benötigt?

Entwicklung kann dadurch angepasst werden, statt ein einmal festgelegtes Programm unabhängig von der Realität abzuarbeiten.

Welche Maßnahmen der Führungskräfteentwicklung gibt es?

Führungskräfteentwicklung besteht nicht aus einer einzigen Methode. Unterschiedliche Formate erfüllen unterschiedliche Aufgaben.

Führungskräfteseminare

Seminare eignen sich insbesondere, um Wissen, Modelle, Werkzeuge und gemeinsame Grundlagen zu vermitteln.

Sie können außerdem Raum für Übungen und Austausch schaffen.

Ihre Grenze liegt dort, wo die reale Führungssituation deutlich komplexer ist als eine Trainingssituation.

Ein Seminar ist deshalb nicht automatisch zu wenig. Entscheidend ist, was damit erreicht werden soll.

Führungskräfteseminar oder Entwicklungsprogramm – was ist wann sinnvoll? →

Individuelles Führungskräfte-Coaching

Coaching ermöglicht es, konkrete Situationen einer Führungskraft individuell zu reflektieren.

Dabei kann beispielsweise betrachtet werden:

  • Wie habe ich reagiert?
  • Warum habe ich so entschieden?
  • Welche Wirkung könnte mein Verhalten gehabt haben?
  • Welche Alternative hätte ich?
  • Was probiere ich beim nächsten Mal aus?

Coaching arbeitet jedoch zunächst mit der Wahrnehmung und Darstellung der beteiligten Person.

Führungskräfte-Coaching: Nutzen, Ablauf und Unterschiede →

Coachsulting und Begleitung im Arbeitsalltag

Bei manchen Entwicklungsfragen ist es hilfreich, die reale Situation einzubeziehen.

Akademie Wissen bezeichnet die Verbindung aus Coaching und Consulting im tatsächlichen Führungsalltag als Coachsulting.

Dazu gehören unter anderem Shadowing, Meeting-Beobachtung und direktes Feedback im echten Arbeitsalltag.

Damit kann zusätzlich betrachtet werden, was tatsächlich in einer Führungssituation passiert – nicht ausschließlich, wie die Situation später erinnert wird.

Coachsulting kennenlernen →

Mentoring

Beim Mentoring gibt eine erfahrenere Person Erfahrungen, Perspektiven und Orientierung weiter.

Das kann insbesondere bei neuen Rollen oder innerhalb eines Unternehmens sinnvoll sein.

Mentoring unterscheidet sich damit von einem rein reflexiven Coaching-Ansatz.

Learning on the Job

Ein erheblicher Teil von Führungskompetenz entwickelt sich durch tatsächliche Erfahrung.

Learning on the Job bedeutet jedoch nicht, Führungskräfte ohne Unterstützung einfach ausprobieren zu lassen.

Erfahrungen werden besonders wertvoll, wenn sie anschließend reflektiert und mit konkretem Feedback verbunden werden.

Feedback und Beobachtung

Selbstbild und Wirkung stimmen nicht immer vollständig überein.

Feedback aus unterschiedlichen Perspektiven oder die Beobachtung realer Situationen kann deshalb zusätzliche Informationen liefern.

Dabei sollte klar sein, was beobachtet wird und wozu die Informationen verwendet werden.

Seminar oder Coaching: Was ist besser?

Die Frage lässt sich ohne Entwicklungsziel nicht sinnvoll beantworten.

Ein Seminar kann besser geeignet sein, wenn mehrere Führungskräfte gemeinsame Grundlagen benötigen.

Coaching kann sinnvoller sein, wenn eine einzelne Führungskraft konkrete Situationen reflektieren möchte.

Coachsulting kann interessant werden, wenn die tatsächliche Wirkung im Arbeitsalltag betrachtet werden soll.

Ein Entwicklungsprogramm kann sinnvoll sein, wenn mehrere dieser Ebenen zusammenkommen.

Das Format sollte dem Entwicklungsproblem folgen – nicht umgekehrt.

Warum ein einzelnes Seminar trotzdem sinnvoll sein kann

Die Kritik an einmaligen Seminaren wird manchmal zu weit getrieben.

Nicht jedes Unternehmen benötigt für jedes Führungsthema ein zwölfmonatiges Programm.

Wenn beispielsweise mehrere Führungskräfte eine gemeinsame Grundlage für Mitarbeitergespräche benötigen, kann ein gezieltes Inhouse-Seminar genau die richtige Maßnahme sein.

Entscheidend sind Umfang und Art des Entwicklungsbedarfs.

Problematisch wird ein einzelnes Seminar vor allem dann, wenn Unternehmen davon eine Verhaltensveränderung erwarten, für die anschließend Anwendung, Reflexion oder weitere Unterstützung notwendig wäre.

Inhouse-Seminare ansehen →

Warum Wissen und Verhalten nicht dasselbe sind

Eine Führungskraft kann ein Kommunikationsmodell erklären und es im schwierigen Mitarbeitergespräch trotzdem nicht anwenden.

Sie kann wissen, wie Delegation funktioniert und weiterhin Aufgaben selbst übernehmen.

Sie kann Konfliktmethoden kennen und Konflikte trotzdem vermeiden.

Das ist kein Widerspruch.

Wissen ist eine Voraussetzung für bestimmte Verhaltensweisen, aber nicht identisch mit Verhalten.

Im realen Führungsalltag kommen Zeitdruck, Gewohnheiten, Beziehungen, Unsicherheit und organisatorische Rahmenbedingungen hinzu.

Deshalb sollte Führungskräfteentwicklung Lern- und Anwendungssituationen miteinander verbinden.

Kommunikation für Führungskräfte →Richtig delegieren als Führungskraft →Konfliktmanagement für Führungskräfte →

Führungskräfteentwicklung für neue Führungskräfte

Neue Führungskräfte haben einen besonderen Entwicklungsbedarf.

Sie müssen nicht nur neue Methoden lernen, sondern eine neue Rolle einnehmen.

Gerade ehemalige Kollegen müssen beispielsweise klären:

  • Wie verändert sich meine Verantwortung?
  • Was entscheide ich selbst?
  • Was delegiere ich?
  • Wie spreche ich Erwartungen aus?
  • Wie gehe ich mit früheren Kollegen um?
  • Wann muss ich einen Konflikt ansprechen?

Unternehmen sollten diesen Rollenwechsel nicht allein der neuen Führungskraft überlassen.

Vom Mitarbeiter zur Führungskraft: Was beim Rollenwechsel wichtig ist →

Führungskräfteentwicklung im Mittelstand

Mittelständische Unternehmen benötigen nicht zwingend eine große interne Personalentwicklung, um Führung systematisch zu entwickeln.

Wichtiger ist ein nachvollziehbarer Prozess.

Dazu gehören:

  • Anforderungen definieren,
  • Entwicklungsbedarf erfassen,
  • Maßnahmen priorisieren,
  • Verantwortlichkeiten festlegen,
  • Anwendung ermöglichen,
  • Fortschritt regelmäßig besprechen.

Gerade bei wenigen Führungskräften kann eine externe Begleitung sinnvoll sein, wenn intern die Kapazität oder Erfahrung für einen solchen Entwicklungsprozess fehlt.

Externe Unterstützung ersetzt jedoch nicht die Verantwortung von Geschäftsführung und Organisation für Rollen, Erwartungen und Rahmenbedingungen.

Welche Rolle haben Geschäftsführung und HR?

Führungskräfteentwicklung kann nicht vollständig an Trainer oder Coaches ausgelagert werden.

Geschäftsführung und HR müssen insbesondere klären:

  • Was erwarten wir von unseren Führungskräften?
  • Welche Führungsprinzipien sind tatsächlich relevant?
  • Welche Entscheidungen dürfen Führungskräfte treffen?
  • Welche Entwicklung wird erwartet?
  • Wie wird mit problematischem Verhalten umgegangen?
  • Welche Zeit wird für Entwicklung zur Verfügung gestellt?

Ein Trainer kann Führungsinstrumente vermitteln.

Er kann jedoch keine organisatorische Unklarheit dauerhaft kompensieren.

Wie lässt sich Führungskräfteentwicklung messen?

Die Wirkung von Führungskräfteentwicklung lässt sich nicht sinnvoll auf eine einzige Kennzahl reduzieren.

Je nach Entwicklungsziel können unterschiedliche Beobachtungen relevant sein.

Beispiele:

  • Werden Aufgaben anders delegiert?
  • Finden vereinbarte Mitarbeitergespräche statt?
  • Werden Konflikte früher angesprochen?
  • Verändert sich die Qualität konkreter Führungssituationen?
  • Setzt die Führungskraft vereinbarte Maßnahmen um?
  • Wie beurteilen Führungskraft und Vorgesetzter die Entwicklung?

Auch Unternehmenskennzahlen wie Fluktuation, Krankenstand oder Mitarbeiterbefragungen können Hinweise liefern.

Sie dürfen jedoch nicht automatisch einer einzelnen Entwicklungsmaßnahme zugerechnet werden, weil zahlreiche andere Faktoren darauf wirken.

Typische Fehler bei der Führungskräfteentwicklung

1. Maßnahmen ohne Bedarfsanalyse auswählen

Das Seminar steht fest, bevor klar ist, welches Problem eigentlich gelöst werden soll.

2. Alle Führungskräfte gleich behandeln

Unterschiedliche Rollen, Erfahrungen und Entwicklungsfelder werden in dasselbe Standardprogramm gepackt.

3. Wissen mit Verhalten verwechseln

Nach dem Seminar wird angenommen, dass verstandene Inhalte automatisch im Alltag umgesetzt werden.

4. Führungskräfteentwicklung an HR auslagern

Die Geschäftsführung erwartet Entwicklung, ohne selbst klare Erwartungen an Führung zu formulieren.

5. Strukturelle Probleme individualisieren

Unklare Rollen, widersprüchliche Ziele oder fehlende Befugnisse werden als persönliches Führungsdefizit behandelt.

6. Nur Teilnehmerzufriedenheit messen

Ein gut bewertetes Seminar ist erfreulich, sagt aber noch nicht, ob sich das gewünschte Führungsverhalten entwickelt.

7. Erst handeln, wenn Probleme eskalieren

Führungskräfteentwicklung beginnt erst, wenn Konflikte, Beschwerden oder andere Schwierigkeiten bereits deutlich sichtbar sind.

Wie lange sollte Führungskräfteentwicklung dauern?

Es gibt keine allgemeingültige Mindestdauer.

Ein klar begrenztes Wissens- oder Methodenthema kann in einem einzelnen Seminar sinnvoll bearbeitet werden.

Komplexere Verhaltensänderungen benötigen häufig mehr Anwendung und Reflexion.

Deshalb sollte die Dauer aus dem Entwicklungsziel entstehen.

Ein längerfristiges Programm ist nicht automatisch besser.

Es bietet jedoch mehr Möglichkeiten, Erfahrungen aus dem Arbeitsalltag wieder aufzugreifen und die Entwicklung nachzusteuern.

Führungskräfteentwicklung mit FKEP Complete

FKEP Complete ist das längerfristige Führungskräfteentwicklungsprogramm von Akademie Wissen.

Der Ansatz verbindet individuell ausgewählte Seminarmodule mit regelmäßigen individuellen Coaching-Calls, Online-Nachbereitung und auf Wunsch Coachsulting im tatsächlichen Arbeitsalltag.

Das Programm läuft über zwölf Monate.

Damit können Inhalte zunächst vermittelt, anschließend im Führungsalltag angewendet und konkrete Erfahrungen später erneut reflektiert werden.

Welche Module sinnvoll sind, richtet sich nach dem tatsächlichen Entwicklungsbedarf.

  • 12 Monate Laufzeit
  • individuell zusammengestellte Module
  • 2–3 Präsenzseminare à 2 Tage
  • 2–3 Online-Seminare à 1 Tag
  • individuelle Coaching-Calls alle 3–4 Wochen, ca. 45 Minuten
  • Online-Nachbereitung
  • Coachsulting auf Wunsch: Shadowing, Meeting-Beobachtung, direktes Feedback
  • Reporting an GF und HR
  • fester Haupttrainer
  • ergänzende Fachexperten
  • Preis: ab 7.900 € netto pro Teilnehmer zzgl. gesetzlicher MwSt.

FKEP Complete kennenlernen

Welche Form der Führungskräfteentwicklung passt zu unserem Unternehmen?

Inhouse-Seminar

Geeignet, wenn mehrere Führungskräfte ein klar abgegrenztes Thema gemeinsam bearbeiten sollen – beispielsweise Kommunikation, Mitarbeitergespräche, Konfliktmanagement oder Delegation.

Inhouse-Seminare ansehen →

Coachsulting

Geeignet, wenn die konkrete Führungspraxis einer oder mehrerer Führungskräfte betrachtet werden soll und Feedback zu realen Situationen sinnvoll ist.

Coachsulting kennenlernen →

FKEP Complete

Geeignet, wenn mehrere Entwicklungsfelder zusammenhängen und Seminare, individuelle Reflexion und Anwendung über einen längeren Zeitraum verbunden werden sollen.

FKEP Complete ansehen →

Fazit: Erst Entwicklungsbedarf, dann Entwicklungsmaßnahme

Führungskräfteentwicklung beginnt nicht mit der Auswahl eines Seminars.

Sie beginnt mit der Frage, was eine Führungskraft in ihrer konkreten Rolle können muss und wo tatsächlich Entwicklungsbedarf besteht.

Manchmal ist ein Seminar die richtige Antwort.

Manchmal braucht eine Führungskraft individuelle Reflexion.

Manchmal muss reales Führungsverhalten betrachtet werden.

Und manchmal liegt das Problem nicht bei der Führungskraft, sondern in unklaren Strukturen oder Erwartungen des Unternehmens.

Gute Führungskräfteentwicklung verbindet deshalb Diagnose, passende Maßnahmen, Anwendung und Reflexion.

Nicht möglichst viel Weiterbildung ist das Ziel.

Sondern Entwicklung dort, wo sie tatsächlich gebraucht wird.

Häufige Fragen zur Führungskräfteentwicklung

Führungskräfteentwicklung umfasst Maßnahmen, mit denen Menschen auf Führungsverantwortung vorbereitet oder in ihrer bestehenden Führungsrolle weiterentwickelt werden. Dazu können Seminare, Coaching, Praxisreflexion, Feedback und andere Entwicklungsformate gehören.
Typische Maßnahmen sind Führungskräftetrainings, Inhouse-Seminare, individuelles Coaching, Mentoring, Learning on the Job, Feedback und längerfristige Entwicklungsprogramme. Welche Maßnahme sinnvoll ist, hängt vom konkreten Entwicklungsziel ab.
Führung stellt andere Anforderungen als reine Facharbeit. Führungskräfte müssen beispielsweise Erwartungen formulieren, Verantwortung übertragen, Feedback geben, Konflikte bearbeiten und Mitarbeiter entwickeln. Diese Fähigkeiten können gezielt aufgebaut und weiterentwickelt werden.
Zunächst sollten Anforderungen und Entwicklungsbedarf geklärt werden. Anschließend werden konkrete Entwicklungsziele definiert, passende Maßnahmen ausgewählt, im Arbeitsalltag angewendet und die Erfahrungen regelmäßig reflektiert.
Das hängt vom Ziel ab. Für klar begrenzte Wissens- oder Methodenthemen kann ein Seminar sinnvoll sein. Bei komplexeren Verhaltensänderungen können zusätzliche Anwendung, Coaching oder Feedback im Arbeitsalltag hilfreich sein.
Training vermittelt und übt häufig Wissen, Modelle und Werkzeuge. Coaching konzentriert sich stärker auf die individuelle Reflexion konkreter Situationen und Fragestellungen einer Führungskraft. Beide Formate können sich ergänzen.
Eine allgemeingültige Dauer gibt es nicht. Einzelne Themen können in kurzen Maßnahmen bearbeitet werden. Bei mehreren Entwicklungsfeldern oder gewünschter Verhaltensentwicklung kann eine längerfristige Begleitung sinnvoll sein.
Die Messung sollte sich am Entwicklungsziel orientieren. Neben Feedback können konkrete Verhaltensweisen und deren Veränderung betrachtet werden. Unternehmenskennzahlen können zusätzliche Hinweise liefern, erlauben aber nicht automatisch eine eindeutige Zuordnung zur Entwicklungsmaßnahme.
Die Kosten hängen stark von Format, Dauer, Teilnehmerzahl und Umfang ab. Für FKEP Complete gilt aktuell ein Preis ab 7.900 € netto pro Teilnehmer zzgl. gesetzlicher MwSt. Ausführlich: Was kostet Führungskräfteentwicklung? →
Florian Rejmanski

Florian Rejmanski

Gründer und Geschäftsführer von Akademie Wissen. Berater und Coach für Führungskräfteentwicklung in mittelständischen Unternehmen.

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Wenn Sie Ihre Führungskräfte entwickeln möchten, sollte die erste Entscheidung nicht zwischen Seminar und Coaching fallen. Zuerst muss klar sein, welche Führungsaufgaben in Ihrem Unternehmen relevant sind, wo konkrete Entwicklungsfelder liegen und welche Form der Unterstützung dazu passt. In einem unverbindlichen Erstgespräch klären wir Ihre Ausgangssituation und prüfen, ob ein gezieltes Inhouse-Seminar, Coachsulting oder FKEP Complete sinnvoll ist.

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